Zum Anlass von Wolfgangs Geburtstagsfeier auf der Zastlerhütte wollten Lena und Michael mit dem Fahrrad von Freiburg über den Hinterwaldkopf auf die Hütte fahren. Der Zufall wollte es, dass ich mich ihnen anschließen konnte. Und so hatten wir einen durchaus perfekten Radeltag mit viel Sonne. Doch machte sich bereits der herannahende Winter bemerkbar. Bei Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt lag an schattigen Stellen der ersten Schnee des Jahres und wir mussten wirklich jede Jacke und jeden Handschuh auspacken. Auf der Hütte angekommen, wurden wir mit einem Kuchenbuffet, heißem Kaffee und einem warmen Kachelofen für die Strapazen der Auffahrt entlohnt. Damit wurde auch aus meinem ursprünglichen Plan nichts mehr, noch am selben Abend abzufahren. Und es sollte sich auch wirklich lohnen auf der Hütte zu bleiben, um einen perfekten Hüttenzauber mitzuerleben: Käsefondu, Wein und Abendprogramm ließen den Abend gelingen.
Am nächsten Morgen war der am Tag zuvor noch strahlende Himmel zugezogen und die ersten Flocken rieselten herab. Bis dann schließlich die Hütte aufgeräumt und wir abfahrtbereit waren, lagen schon die ersten Zentimeter Schnee. Es war aber ein überragendes Gefühl bei leichtem Schneefall durch den winterlichten Wald zu fahren. Mich zog es noch auf den verschneiten Gipfel des Feldberg. Dann schloss ich am Stübenwasen zu den anderen auf und es ging über den Notschrei und Horben nach Freiburg hinab. Unten angekommen kam die Sonne heraus, es war wesentlich wärmer und die morgendliche schöne, gedämpfte Stimmung des ersten Schnees war vergessen.
Und die Moral…: Es gibt doch nichts besseres als warme Kleidung und einen königlichen Empfang auf einer Berghütte. Für dieses Kuchenbuffet und diesen Abend nehme ich noch einige zusätzliche Höhenmeter in Kauf! Danke, Wolfgang!!
